Bio-Tiernahrung, Wurmkur und Zeckenschutz
Was ist Bio-Tiernahrung ?
Warum Bio-Tiernahrung ?
Ist Bio-Futter zu teuer ?
Entwurmung bei Hunden
Natürlicher Zeckenschutz
Was ist BIO-Tiernahrung ?
Das Wort BIO ist beim Haustierfutter nicht geschützt. D.h. ein Hersteller
von Tierfutter kann auf seiner Verpackung mit dem Wort BIO werben, ohne das
es sich um ein Produkt mit Inhalten aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA)
handelt.
Was machen die Hersteller von Bio-Tierfutter aus kbA, um dem Kunden die Sicherheit
zu geben, dass tatsächlich nur BIO im Futter ist?
Zum einen kann der Hersteller Mitglied in einem Anbauverband werden, oder aber
sein Produkt durch einen autorisierten Zertifizierer überprüfen lassen.
Die Siegel der Anbauverbände dürfen nur verwendet werden, wenn der
Produktinhalt aus 100% kbA ist. Die Zertifikate der autorisierten Zertifizierer
stellen sicher, dass mindestens die EG-Öko-Verordnung
eingehalten wird.
Dem Kunden geben beide Kennzeichnungsarten die Sicherheit, BIO-Tiernahrung zu erwerben.
Anbauverbandssiegel sind z.B.:
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Siegel von autorisierten Zertifizierern:



Warum BIO-Tiernahrung ?
Bio Hundefutter und Katzenfutter bietet gegenüber konventionell produzierter Tiernahrung viele Vorteile.
Bei zertifiziertem Bio Tierfutter dürfen nur Inhaltsstoffe aus biologischer Herstellung
verwendet werden. Alle Tiere, die für die Bio Tiernahrung
genutzt werden, werden im Bio-Betrieb artgerechter
als in den konventionellen
Betrieben gehalten. Das bedeutet z.B., dass sie kein
Antibiotika oder wachstumsstimulierende
Substanzen bekommen, was in der konventionellen Haltung üblich ist.
Das sogenannte "Nutztier" hat in einem Bio-Betrieb diverse Vorteile,
wie z.B. der Verzicht von Vollspaltenböden, Laufstallhaltung, Einstreu i.d.R.
Stroh, meistens Auslauf zu einer Weide und mehr. Nach der Schlachtung wird darauf
verzichtet, dem Fleisch
und damit dem konventionellen Hundefutter und Katzenfutter chemische Zusätze
hin zuzuführen.
Minderwertige Fleischnebenprodukte sind in Bio Hundefutter und Bio Katzenfutter nicht zu finden.
Im "normalen" Hundefutter und Katzenfutter, werden oft auch Hufe, Knochen und Eingeweide verarbeitet. Des Weiteren beinhaltet diese Tiernahrung andere Zusätze, wie z.B. Bindemittel oder Tiermehl. Diese können vom Tier nur schwer oder gar nicht verdaut werden, was dazu führt, dass durch den geringen Nährwert umso mehr gefüttert werden muss (siehe auch Kostenvergleich) und das Verdauungssystem des Tieres unnötig strapaziert wird. Ihr Hund oder Ihre Katze kann durch die Zusatzstoffe allergische Reaktionen bekommen. Der Allgemeinzustand kann sich verschlechtern.In Bio Tiernahrung dürfen diese unnatürlichen Zusätze nicht verwendet werden. Auch die fleischlose Ernährung von Hunden und Katzen ist möglich, da es vegetarisches Fleischersatzfutter gibt. Bitte bedenken Sie aber, dass Hunde und Katzen Fleischfresser sind und der Hauptbestandteil der täglichen Ernährung Fleisch sein sollte.
Nassfutter ist für den Hund oder die Katze eine natürlichere Ernährung, als Trockenfutter. Trockenfutter wird meistens extrudiert. D.h. es wird mit starker Hitze und hohem Druck verarbeitet. Dabei gehen viele wichtige Inhaltsstoffe verloren und werden
am Ende der Produktion wieder künstlich hinzugefügt. Die Hersteller Herrmanns und Magnusson bilden hier eine Ausnahme. Herrmanns verwendet für das Trockenfutter getrocknete Rohstoffe und das Magnusson Trockenfutter "Meat & Biscuit" enthält frisches gebackenes Hackfleisch.
Sehr aufschlussreich ist das Buch "Katzen würde Mäuse kaufen - Schwarzbuch
Tierfutter"
von Hans-Ulrich Grimm.
Das Buch gibt Ihnen umfassende Informationen
zu den unglaublichen Praktiken der Tierfutterproduktion und was
alles im "normalen"
Hundefutter und Katzenfutter enthalten sein kann.
Wer seinem Haustier, der Umwelt und den zur Schlachtung vorgesehen Tieren etwas Gutes tun will, gibt seinem Tier Bio Tiernahrung.
Ist Bio-Futter zu teuer?
Um die Futterkosten von konventionellen Futter und Biofutter zu vergleichen, finden Sie unten einen Kostenvergleich für Hunde-Nassfutter.
Dabei wird eine Supermarkt-Marke (Futter A) mit einem Bio-Futter (Futter B) der höheren Preiskategorie verglichen. Die Futtermenge ist für einen Hund mit einem Gewicht von ca.10kg.
Futter A (nicht Bio)
| Preis pro Dose | Futtermenge / Tag | Kosten / Tag |
| 0,89 € | 2 Dosen | 1,78 € |
Futter B (Bio-Futter)
| Preis pro Dose | Futtermenge / Tag | Kosten / Tag |
| 2,78 € | 1/2 Dose | 1,39 € |
Bei Berücksichtigung des Fleischanteils und der restlichen Inhaltsstoffe, wird das Bio-Futter noch attraktiver.
Futter A (nicht Bio):
Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse (u.a. Rind: mind. 4%)
Futter B (Bio-Futter):
Fleischanteil Rind 51%,
Rinderinnereien 20% (Bio-Fleischanteil insgesamt 81%)
Mit Bio-Futter füttern Sie nicht nur günstiger sondern auch gesünder. Da Ihr Tier weniger anfällig für Krankheiten ist, gehen auch die Tierarztkosten nach unten. Das wirkt sich zusätzlich positiv auf die Kostenbilanz aus.
Entwurmung bei Hunden
Geht es beim Mensch oder Tier um das Thema Gesundheit, wird man, sobald man anfängt sich selber zu informieren, mit einer Fülle von Informationen überflutet. Das erschwert die eigene Meinungsbildung. Dinge die in der Vergangenheit als richtig anerkannt wurden, sind heute falsch. Dogmen kommen und gehen.
Dieser Text soll zur eigenen Meinungsbildung bez. des Themas "Entwurmung bei Hunden" beitragen.
Entwurmen Sie Ihren Hund nur, wenn er Würmer hat. Klingt logisch, wird aber so in den meisten Fällen nicht gemacht.
Oft wird eine prophylaktische vierteljährliche Entwurmung empfohlen. Verwendet wird meist eine chemische Wurmkur, die die ggf. vorhandenen Würmer töten soll. Inaktive Stadien von Spul- oder Hakenwürmer werden dabei nicht angegriffen. Zudem wirkt eine Wurmkur nur im Augenblick ihrer Gabe. Nimmt der Hund nach einer Wurmkur wieder Würmer oder Wurmeier auf, ist er sofort wieder betroffen. Somit würde die vierteljährliche Entwurmung bei weitem nicht ausreichen.
Ob Würmer vorhanden sind, kann einigermaßen sicher über eine Kotprobe festgestellt werden. Kotproben sollten mindestens über drei Tage gesammelt und dann untersucht werden. Auch hier gilt wieder, wie oben erwähnt, dass der Hund nach einer wurmfreien Kotprobe bald wieder Würmer haben kann.
Würmer werden besonders bei Welpen und jungen Hunden festgestellt. Ältere Tiere sind wesentlich seltener betroffen. Welpen können schon in der Gebärmutter mit Wurmlarven infiziert werden und später über die Muttermilch. Verwurmte Welpen müssen deshalb entwurmt werden. Kotproben sollten in kürzeren Abständen untersucht werden.
Mit der chemischen Wurmkur sollen die Würmer im Darm und Magen des Tieres getötet werden. Dazu werden dem Tier Gifte zugeführt, die nicht selten zu Erbrechen oder allergische Reaktionen führen. Die Magen- und Darmflora wird angegriffen, dass Immunsystem kann geschwächt werden und der Stoffwechsel wird gestört. Tote Würmer im Magen oder Darm geben zudem Gifte ab, die durch die Verwesung entstehen. Eine prophylaktische chemische Wurmkur sollte vor diesem Hintergrund kritisch betrachtet werden.
Der wichtigste Schutz vor Krankheiten ist ein intaktes Immunsystem. Mit einem intakten Immunsystem werden Hunde i.d.R mit Würmern gut selbst fertig. Ein entscheidender Faktor für ein funktionierendes Immunsystem ist die Ernährung. Beschäftigen Sie sich mit dem Thema BARF oder füttern Sie Bio-Tiernahrung, dann haben Sie schon viel für Ihr Tier getan. Ein artgerechtes Leben für Ihr Tier sollte selbstverständlich sein, damit die Seele des Tieres nicht leidet und damit das Immunsystem geschwächt wird.
Eine Entwurmung des Hundes kann mit pflanzlichen Mitteln, wie Kräutermischungen, unterstützt werden. Bei einer solchen Entwurmung wird die empfindliche Magen- und Darmflora des Hundes nicht geschädigt und das Immunsystem wird nicht geschwächt. Ziel dieser Entwurmung ist die natürliche Ausscheidung von Parasiten. Auch hier gilt wieder, entwurmen Sie wenn Würmer vorhanden sind. Möchten Sie trotzdem prophylaktisch entwurmen, schaden Sie Ihrem Tier mit einer pflanzlichen Wurmkur i.d.R. nicht.
Als vorbeugend gegen den Parasitenbefall haben sich z.B. auch Bio-Kokosflocken, die unter das Futter gemischt werden können, erwiesen.
Natürlicher Zeckenschutz
Alle Jahre ist es wieder soweit. Der Winter geht, die Zecken kommen.
Eine persönliche Einschätzung der Zeckenplage:
Schon Anfang März, bei einer Temperatur von ca. 10 Grad, lief die erste Zecke auf meinen Hund umher.
Direkt verwendete ich einen 100% wirksamen Zeckenschutz. Mit meinen Fingern entfernte ich die Zecke vom Fell meines Hundes.
Klar, dieser Zeckenschutz funktioniert nur mit der nötigen Aufmerksamkeit und etwas Glück. Trotzdem, nach jedem Spaziergang, suche ich meinen Hund nach Zecken ab. Immerhin sind die Chancen gut, Zecken zu finden, bevor Sie zubeißen. Zecken krabbeln, auf der Suche nach einer guten Stelle, oft mehrere Stunden auf dem Hund umher. Zeit ist also da, zum Suchen nach Zecken.
Doch im dichten Unterfell können sich Zecken gut verbergen und dann passiert es eben doch. Irgendwann sieht man einen fetten, vollgesogenen Zeckenkörper, oder auch "nur" eine kleine Zecke, die sich gerade in meinem Hund verbeißt. Dann hilft nur noch das vorsichtige Entfernen der Zecke mit einer Zeckenzange.
Trotz meiner Zecken-Suche, nach jedem Spaziergang, muss ich jedes Jahr ca. 20-40 Zecken entfernen. Krank ist mein Hund wegen einer Zecke noch nie geworden und ich lehne auch jegliche Hysterie und Angstmache seitens der Medien ab. Das Jahr 2007 soll angeblich wegen des warmen Winters ein extremes Zeckenjahr gewesen sein. Viele Menschen haben sich, so wie von den Medien bzw. Impfstoffherstellern propagiert, gegen FSME impfen lassen. Eine Risiko-Nutzenanalyse bez. Impfungen muss jeder selber machen. Nun, ich konnte für das Jahr 2007 für mein Wohngebiet feststellen, dass nicht mehr Zecken unterwegs waren, als in den Jahren davor.
Wie versuche ich das Risiko, dass mein Hund von einer Zecke gebissen wird, zu verringern?
Wie oben schon erwähnt ist das gründliche Absuchen des Hundes nach Zecken eine erste und gute Möglichkeit.
Eine weitere Möglichkeit ist, den Hund für die Zecke weniger attraktiv zu machen. Dazu werden die unterschiedlichsten Möglichkeiten angeboten. Vom Zeckenhalsband bis zur Chemiekeule (das Zeckenhalsband ist natürlich auch Chemie) ist alles zu finden und alles funktioniert auch mehr oder weniger gut. Allerdings haben viele Hersteller nur die Zecke im Visier und vergessen dabei, dass es eigentlich nicht um die Zecke, sondern um den Hund oder die Katze geht. Viele der chemischen Zeckenschutzmittel haben den unerwünschten Nebeneffekt, dass Wirkstoffe in den Blutkreislauf des Tieres gelangen und dort Krankheiten und Allergien auslösen können. Auch die Schädigung von Organen ist möglich. Das Risiko sein Tier mit einem solchen Zeckenschutz zu schädigen, ist größer, als das Risiko einer Krankheit durch einen Zeckenbiss.
Und trotzdem möchte ich nicht 100 Zecken von meinem Hund entfernen müssen. Deshalb verwende ich einen natürlichen Zeckenschutz auf Basis ätherischer Öle. Hierbei muss man darauf achten, dass kein Teebaumöl enthalten ist. Bewährt hat sich z.B. "Anibio Melaflon Spot-on". Mein Hund hat kein Problem mit dem Öl und lässt sich willig beträufeln. Der Geruch scheint für die empfindliche Hundenase nicht unangenehm zu sein.
Findet sich trotzdem eine Zecke auf meinem Hund, kann man beobachten, dass die Zecke nicht versucht in das Unterfell zu gelangen, sondern eher den Hund verlassen will. Dabei helfe ich Ihr dann gerne.
Eine Bekannte verwendet bei Ihren drei Hunden den Zeckenschutz "Anibio tic-clip Anhänger" und hat berichtet, dass die Anzahl der Zecken auf den Hunden spürbar geringer geworden ist.
Zusammenfassend kann man sagen, dass es keinen 100% Zeckenschutz gibt. Chemiekeulen schaden dem Tier und sollten nicht verwendet werden. Natürliche Zeckenmittel verringern das Risiko eines Zeckenbisses merklich und schaden dem Tier nicht. Zu guter Letzt ist das Absuchen der Katze oder des Hundes nach Zecken ein wichtiger und risikofreier Zeckenschutz.
